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Im vergangenen Herbst führten wir eine Gemeindefahrt nach Israel durch.
Zunächst waren wir in Nazareth untergebracht. Dort befand sich im Hotel an jeder Zimmertür ein „Mesusa“, eine kleine Holzkapsel. Wer sie öffnet, entdeckt darin ein altes jüdisches Bekenntnis aus dem 5. Mosebuch, Kapitel 6: „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ (6, 4 f).
Egal, ob ich das Hotelzimmer verlasse, oder ob ich heimkehre: Ich werde daran erinnert, auf Gott zu hören und mein Leben ganz auf Gott auszurichten (5. Mose 6, 4 f).

Wenn die Messer gewetzt werden, dann wird es ernst. Dann fliegen die Fetzen und man zieht sich schmerzhafte Blessuren zu. Weil das so ist, gibt es Menschen, die Streit und Auseinandersetzungen am liebsten aus dem Weg gehen. Lieber sind sie still und fressen Ärger und Frust in sich hinein, als ihnen Luft zu machen. Wie bei einem Staudamm beginnt sich dann beides in ihnen anzustauen. Irgendwann ist es dann zu viel: Der Druck wird übergroß, der Damm bricht und der angestaute Frust, die Aggression sucht sich ihren Weg und hinterlässt nichts als Zerstörung.

Die Herbstsonne scheint auf meinen Schreibtisch. Draußen vergoldet sie die bunte Blätterpracht und wärmt mich mit ungeahnter Kraft. Der Kaffee neben mir dampft und duftet. Ein winziger, glücklicher Moment im Alltag, während ich diese Zeilen schreibe.

Im 5. Mose 10, Vers 17 heißt es:

„Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott aller Götter und der Herr über alle Herren, der große Gott,
der Mächtige und der Schreckliche, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk nimmt.“

Manch eine Zeitungsnotiz lässt mich aufhorchen. Vor einiger Zeit las ich von einem Bauern aus Indien, der sein „geliebtes Auto“ mit ins Grab nehmen wollte. Als er verstarb, begruben ihn seine Angehörigen mitsamt seinem alten „Morris Minor“ (Westfälische Rundschau). Verrückt, oder?

Jetzt dauert es nicht mehr lange, dann beginnt die Urlaubs- und Ferienzeit. Warum verwenden wir eigentlich zwei Wörter für diese Zeit? Schüler bekommen Ferien; Berufstätige nehmen Urlaub.

Der Herr spricht:
Er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
Psalm 91,4

Kennen Sie das auch? Ich habe mir bei einem Urlaub am Meer eine schöne Muschel mitgebracht. Immer, wenn ich mir diese Muschel an mein Ohr halte, höre ich das Meer. Es rauscht und rauscht. Dann sehe ich vor meinem inneren Auge wieder das unendliche Wasser, fühle den Sand, rieche die gute Meerluft …

Jahreslosung 2013:

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
Hebräer 13, 14

Der Augenblick, an dem ein Schlüssel endgültig übergeben wird, berührt einen schon besonders. Wenn das Haus leer geräumt ist, der Möbelwagen abfährt und der Schlüssel der Wohnung an den Nachmieter überreicht wird. Kennen Sie solche Momente auch?

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