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Liebe Leserinnen und liebe Leser, der Apostel Paulus schrieb vor ca. 2000 Jahren an die Gemeinde in Korinth folgende Zeilen: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsalsind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ ( 2.Kor. 1:3-4).

Sie werden mir sicherlich zustimmen, dass die Gedanken, über Trost und Trösten, die der Apostel Paulus an die griechische Gemeinde in Korinth richtet, schöne und vor allem zutreffende Worte für die Christliche Nächstenliebe und ein Christliches
Leben insgesamt sind. Es sind Worte des Zuspruchs für jeden Tag. Worte, die wir täglich brauchen, Worte die uns Kraft und Trost schenken.

Aus eigener Erfahrung wissen wir aber leider auch, dass es uns im Alltag selten gelingt, andere nicht durch unsere Worte oder durch unser Verhalten Verletzungen zuzufügen. Wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir uns eingestehen, dass auch wir selber irgendwann jemanden an seiner empfindlichen Stelle getroffen haben oder gar in einer „offenen Wunde“ versucht haben zu „stochern“? Das ist leider ein durchaus menschliches Handeln. Das geschieht sicherlich öfters als uns lieb
oder bewusst ist. Mitunter geschieht dies leider auch mit Absicht oder aus bösem Willen. Aber: Was brauchen wir in solchen oder auch in anderen schwierigen Situation des Lebens? Wonach sehnen wir uns, wenn wir einen schweren Verluste erlitten haben oder Leid ertragen müssen? Wahrscheinlich nach Trost und Geborgenheit. Unser menschliches Zusammenleben ist nicht vorstellbar ohne Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen, aber andererseits auch nicht ohne Trost und den aufbauenden Zuspruch eines anderen. Wir sind alle trostbedürftig! Nicht nur Kinder oder ältere Menschen, sondern jeder von uns, in jedem Alter braucht diese persönliche Zuwendung und diesen persönlichen Mut machenden Zuspruch.

In seinem Brief an die Gemeinde in Korinth spricht der Apostel Paulus über Trost und trösten. Paulus legt uns einen Modell vor, nennt uns ein Beispiel oder eine Struktur, wie wir mit dem Trost umgehen können und sollen: „Gott tröstet uns, damit wir auch trösten können.“

Zunächst stellen wir fest, um den anderen trösten zu können, müssen wir selbst Menschen sein, die getröstet wurden bzw. getröstet sind. Andere trösten zu können oder selbst getröstet zu werden ist ein Eckpfeiler unseres Christlichen  Glaubens und Lebens. Es ist wie das Atem holen der Seele. Aber, wie macht man das nur: Trösten? Wie gehen wir damit um, wenn wir mit dieser Herausforderung konfrontiert werden? Wie gewinnen wir das Vertrauen von zutiefst verletzten Menschen, die wir auf unserem Lebensweg treffen? Aus eigener Erfahrung wissen wir: Wirklich getröstet zu werden, dass ist etwas Kostbares und  Seltenes. Vielleicht haben wir selbst eine lebendige Erinnerung, wie jemand uns einmal tröstend in die Arme nahm, uns etwas Einfühlsames, Stärkendes sagte, und wir uns aussprechen konnten? Jemanden zu haben, der vor allen Dingen in unseren hektischen Tagen noch Zeit für uns hat, ist ein Geschenk!

Die meisten Menschen empfinden es als tröstlich, wenn ihnen jemand zuhört. Sich ihnen zuwendet, die Gefühle versteht und sie in schwierigen Situation begleitet. Wir alle brauchen Trost und habe eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit,  Zärtlichkeit, nach einem, der uns Gutes tut, der uns versteht und der uns tröstet. Dazu bedarf es mitunter gar keiner großen Worte! Aber auch dann, wenn unsere Versuche uns hilflos und ungeschickt vorkommen mögen, die Liebe, die in ihnen  steckt, wird den Betreffenden gut tun! Auch, wenn wir ihnen ihr Leid nicht abnehmen können, so können wir ihnen dennoch zeigen: „Du bist nicht damit allein. Ich versuche mit dir deinem Schmerz auszuhalten!“

Der Apostel Paulus sagt: Gott tröstet uns, damit wir andere trösten können! Paulus zeigt, was er selbst schon erlebt hat. Wie Gott ihn in schweren Zeiten getröstet und getragen hat. Für Paulus ist das keine graue Theorie sondern eigene erfahrene Wirklichkeit. Weil er selbst getröstet wurde, kann er auch zuversichtlicher einen Trost weitergeben. Denn nicht wir selber müssen trösten, sondern Gott tut es durch uns!

Ja, Gott ist der, der uns sieht, mit uns fühlt, Anteil nimmt. Gott ist voller Liebe zu uns, was auch immer wir erlebt haben, was auch immer andere oder das eigene Gewissen uns vorwerfen. Und der wunderbare göttliche Trost hat noch eine weitere Ebene. Das Leiden ist nicht alles. Auch dann nicht, wenn es schlimm ist.

Gott kann oder wird nicht alles Leiden verhindern. Doch er hat es selber auf sich genommen. Christus hat das Leiden überwunden, sogar den Tod. Er hat uns in der Taufe durch das Leiden hindurch mitgenommen zum ewigen Leben. Das kann uns niemand nehmen. Diesen Glauben und diese Erfahrung wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, auch in den kommenden Herbstmonaten, für die sogenannte „Stillere Jahreszeit“. Amen

Pastorin Dr. Sandra Gintere

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