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Im Herbst fuhren wir wieder zur Konfirmandenfreizeit nach Obernhof an der Lahn. Vom Team der Klostermühle dort wurden wir im letzten Jahr vorgewarnt: „Auf dieser Strecke quer durch den Westerwald zu euch befinden sich im Moment
mehrere Baustellen. Stellt euch auf einige Umleitungen ein“. Nur gut, dass sich unsere Jugendreferentin Andrea in dieser  Gegend gut auskennt. Also folgte unsere Fahrzeugkolonne einfach unserem Jugendbus. Und wir kamen ohne Irrwege gut
am Ziel an.

Genau daran muß ich im Moment denken, wenn ich an das Bibelwort für aus Hebräer  2, Vers 1 höre: „Wir sollten desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben“.

Nun hat der Apostel damals  Christen im Blick, die Bedrängnis oder gar Verfolgung erleben. Und das allein, weil sie auf Jesus ihr Vertrauen setzen. Sie stehen in der Gefahr, müde zu werden oder gar aufzugeben. Was hilft ihnen, damit sie auf dem richtigen Kurs mit Jesus bleiben? Nun mag es uns hier in Europa heute anders ergehen. Aber auch wir stehen in der Gefahr, im Glauben müde zu werden. Oft ist es die eigene Trägheit im Herzen, manchmal aber auch die vielen Ablenkungen von aussen, die uns vom Kurs abbringen wollen. Wie gut, dass Gott seine Leute nicht im Stich lässt.

Ich denke an das Halbfinale im 400-Meter- Lauf bei der Olympiade in Barcelona von 1992. Als einer der großen Favoriten startete Derek Redmond (Großbritannien) auf der Bahn 5. Beide Vorläufe hatte er klar gewonnen. Das Halbfinale ist eigentlich nur eine „Formsache“. Aber in etwa der Hälfte des Rennens erlitt er eine Oberschenkelverletzung. Trotz der Schmerzen humpelt er aber weiter, lässt sich von den Streckenposten nicht aufhalten. In der Schlusskurve kommt sein Vater ihm zur Hilfe, der sich an den Ordnern vorbei auf die Laufbahn gedrängelt hat. Er stützt seinen Sohn ab und läuft mit ihm die letzten Meter bis kurz vor dem Ziel. Die Zuschauer honorieren diesen Lauf mit stehenden Ovationen. Es ist eines der beeindruckensten Momente der olympischen Geschichte.

So wie hier der Vater, so begleitet uns auch der himmlische Vater durchs Leben, humpelt notfalls mit uns bis an das Ziel. Er redet mit uns. Er ermutigt uns. Nichts und niemand kann ihn abhalten, seine Kinder zu unterstützen, ihnen unter die Arme zu greifen. Gott ist mir immer einen Schritt voraus. Er macht es sich zur Chefsache, dass auch ich das Ziel erreiche.

Pfr. Rainer Heuschneider

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Wann haben Sie das letzte Mal den Sternenhimmel beobachtet? Ich gebe zu: Ich bin kein permanenter Sternengucker. Meistens ziehe ich abends ziemlich achtlos meine Wege, was den Himmel über mir angeht. Aber hin und wieder überkommt es mich doch: Ob an einem warmen Sommerabend auf der Terrasse unserer Ferienwohnung oder in einer klaren, kalten Winternacht auf dem Weg von der Garage in unser Pfarrhaus. Dann bleibe ich manchmal stehen und schaue hoch, staune über die funkelnden Sterne, obwohl sie unzählige Lichtjahre entfernt sind. So ähnlich scheint es dem Propheten Jesaja ergangen zu sein, nachzulesen in Jesaja
40, 26:

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