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Diese Skulptur aus Yad Vashem beeindruckt mich immer wieder. Sie steht dort als Mahnmal auf der Erinnerungsstätte an den Holocaust im Dritten Reich, einige Kilometer außerhalb der Altstadt Jerusalems. Da erkennt man Janusz Korczak, ein Erzieher und Arzt aus Polen. Um ihn herum stehen ganz eng die Kinder, die ihm in einem jüdischen Waisenhaus anvertraut wurden. Sie blicken verängstigt, ja fast erstarrt. Als diese
Kinder von deutschen Soldaten in ein Konzentrationslager abtransportiert wurden, ließ sie Korczak nicht im Stich. Freiwillig blieb er an ihrer Seite. Und als die Kinder dort 1942 umgebracht wurden, ging er mit ihnen gemeinsam in den Tod. Mich beeindruckt der Mut und die Treue dieses polnischen Lehrers zu seinen Schülern.

Spiegelt sich in diesem Lebenszeugnis nicht etwas vom Wesen Gottes wieder? Dass Gott uns Menschen nicht im Stich lässt, dass er uns treu bleibt? Diesen göttlichen Wesenszug entdecken wir bereits  auf den ersten Seiten der Bibel. Nachdem die Menschheit Gott den Rücken zugekehrt hat, geschieht eine universale Naturkatastrophe. Schlimmer als jeder Tsunami und jede Jahrhundertüberschwemmung wird die Erde von einer Sintflut erfasst. Nur ein paar Menschen aus der Familie Noahs können sich auf die Arche retten, begleitet von dem gewaltigsten Zoo der Weltgeschichte. Es dauert fast 200 Tage, bis sie wieder Festland betreten können.

Aber schon in diesen ersten Kapiteln der Bibel soll deutlich werden: Gott gibt uns Menschen nicht auf. Er schenkt einen Neuanfang. Mehr noch: Gott gibt Noah und seinen Nachkommen ein Versprechen: „Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde“ (1. Mose 9, 13).

Das hebräische Wort für „Bogen“ bezeichnet zum einen eine Waffe. Der Jäger braucht einen Bogen zur Jagd, der Kämpfer zum Kampf. Hier meint der Bogen aber einen farbenfrohen Regenbogen, den wir auch heute immer wieder einmal in der Natur erleben. Aus einem Kriegssymbol wird hier ein Friedenszeichen Gottes. Ja, der Regenbogen erinnert mich daran, dass Gott mich nicht im Stich lässt. Dieses Zeichen der göttlichen Treue wird später noch überboten durch das Kreuz, an dem Jesus, Gottes Sohn, grausam stirbt. Dadurch ermöglicht Jesus einen ewigen Zugang zu Gott. Kein Mensch kann so tief fallen, dass Gottes Liebe und Treue ihn nicht auffängt. Niemand kann sich soweit von Gott entfernen, dass der treue Gott ihn nicht noch einholt. Jeder Regenbogen soll mich daran erinnern.

Pfarrer Rainer Heuschneider

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Tageslosung

Tageslosung von Mittwoch, 24. Juli 2019
Ich will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.
Hoffnung lässt nicht zuschanden werden.

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„Und alles Volk hörte ihn gern“

Im vergangenen Herbst führten wir eine Gemeindefahrt nach Israel durch.
Zunächst waren wir in Nazareth untergebracht. Dort befand sich im Hotel an jeder Zimmertür ein „Mesusa“, eine kleine Holzkapsel. Wer sie öffnet, entdeckt darin ein altes jüdisches Bekenntnis aus dem 5. Mosebuch, Kapitel 6: „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ (6, 4 f).
Egal, ob ich das Hotelzimmer verlasse, oder ob ich heimkehre: Ich werde daran erinnert, auf Gott zu hören und mein Leben ganz auf Gott auszurichten (5. Mose 6, 4 f).

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