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Jetzt dauert es nicht mehr lange, dann beginnt die Urlaubs- und Ferienzeit. Warum verwenden wir eigentlich zwei Wörter für diese Zeit? Schüler bekommen Ferien; Berufstätige nehmen Urlaub.

„Ferien“ - das Wort kommt aus dem lateinischen - hat etwas mit Fest und Feiern zu tun. Es vermittelt die Vorstellung, Zeit zum Feiern zu haben. Freie Zeit ist Gelegenheit zur Freude. Ganz ähnlich verstehen Juden den Sabbat: Ein freier Tag, der erfüllt ist von der Freude an Gott, von der Freude am Leben!
„Urlaub“ kommt von „Erlaubnis“ her. Jemand, der Urlaub hat, verfügt also über die Erlaubnis, etwas anderes zu tun als zu arbeiten.

Ich möchte diesen kleinen Vergleich nicht überbewerten. Aber so gesehen fahre ich lieber in Ferien als in Urlaub. Ferien können mehr sein als nur arbeitsfreie Zeit. Ferien sind für mich Gelegenheit, frei zu werden für das wirklich Wichtige im Leben: Für die Liebe meiner Frau, die im Alltag manchmal von Hektik und Routine verschüttet wird. Für die Kinder, denen ich sonst nicht so viel Zeit schenken kann wie ich möchte. Für die Schöpfung, die mich trotz aller Eingriffe und Schädigungen doch immer wieder fasziniert. Für die Neubesinnung auf Gottes Liebe.

Suchen auch Sie sich in den Ferien Anlässe zur Freude und zum Feiern. Anlässe, die bisher unter Termindruck ausfallen mussten. Nehmen Sie sich Zeit! Pflegen Sie das Gespräch und die Gemeinschaft mit Anderen. Feiern Sie Ihre Ferien! Und nehmen Sie vielleicht die Bibel mit auf die Reise. Damit aus dem Urlaub Ferien werden und aus Ihrer sonst sehr beanspruchten Seele wieder ein Organ für Gott.

Und lesen Sie einmal nach, was Jesus gesagt hat: “Trachtet vielmehr zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles dazu gegeben werden.“ (Matthäus 6, 33)

Mit herzlichen Grüßen
Rainer Klein

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Tageslosung

Tageslosung von Montag, 06. Juli 2020
So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden.

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„Und alles Volk hörte ihn gern“

Im vergangenen Herbst führten wir eine Gemeindefahrt nach Israel durch.
Zunächst waren wir in Nazareth untergebracht. Dort befand sich im Hotel an jeder Zimmertür ein „Mesusa“, eine kleine Holzkapsel. Wer sie öffnet, entdeckt darin ein altes jüdisches Bekenntnis aus dem 5. Mosebuch, Kapitel 6: „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ (6, 4 f).
Egal, ob ich das Hotelzimmer verlasse, oder ob ich heimkehre: Ich werde daran erinnert, auf Gott zu hören und mein Leben ganz auf Gott auszurichten (5. Mose 6, 4 f).

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