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Jahreslosung 2013:

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
Hebräer 13, 14

Der Augenblick, an dem ein Schlüssel endgültig übergeben wird, berührt einen schon besonders. Wenn das Haus leer geräumt ist, der Möbelwagen abfährt und der Schlüssel der Wohnung an den Nachmieter überreicht wird. Kennen Sie solche Momente auch?

Bilder fallen einem dann ein: von den Weihnachtsfesten mit der Familie im überhitzten Wohnzimmer, das Quatschen mit Freunden in der Küche inmitten von schmutzigem Geschirr, das Ringen um gute Einfälle im Arbeitszimmer und das Toben der Kinder im Kinderzimmer. Wenn nach all diesen Jahren dann der Haustürschlüssel in andere Hände gelegt wird, ist dieser Lebensabschnitt körperlich spürbar vorbei mit den bekannten Begleiterscheinungen: karge Worte und der Kloß im Hals. Solche „Schlüsselmomente“ erleben wir aber nicht nur, wenn wir die Wohnung wechseln. Sie gehören zum Leben einfach dazu: wenn das Kind erstmals am Tor der Kita noch einmal tapfer den Eltern winkt; wenn junge Leute nach dem Abitur ins Studium gehen; wenn wir alte Überzeugungen schweren Herzens loslassen müssen; wenn der Ruhestand eintritt und die neue Leere nach 6 Wochen folgt….Es gibt viele Beispiele für solche „Schlüsselmomente“.
Die Jahreslosung beschreibt sie als grundlegend für unser Leben: „Wir haben hier keine bleibende Stadt…“ Wie wahr: kaum fühlen wir uns an einem Ort oder in einem Lebensabschnitt beheimatet, bleibt das nicht von Dauer. „Es muss das Herz bereit zum Abschied sein und Neubeginne.“ So beschrieb es Hermann Hesse in seinem berühmten „Stufen“ -Gedicht. Aber entgegen einer Melancholie des Vergehens und einem Gefühl, dass wir Altvertrautes immer nur verlieren, richtet der Hebräerbrief unseren Blick entschlossen nach vorn. Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Das übermittelt der Briefschreiber einer Gemeinde, die das Gefühl hatte, dass früher irgendwie alles besser war. Da waren die Kirchen voller, der Glaube selbstverständlicher, die Gegenwart Gottes eindeutiger zu spüren, meinten sie. Jetzt war man müde und verließ die Versammlungen. Für einen Blick in die Zukunft reichte die Kraft nicht. Gegen dieses Verlustgefühl weitet der Hebräer den Horizont auch unseres Glaubens. Er malt Jesus Christus uns gerade dann vor Augen, wenn wir aufbrechen und dabei ein ehemaliges Heimatgefühl heute vermissen. Ihnen zeigt er Christus als den, der „gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit“ ist und der uns eine dauerhafte Heimat schon bei Gott erwirkt hat. Zu ihm hin sind wir unterwegs auf dem Lebensweg. In ihm haben wir unseren Hauptwohnsitz. Alle anderen Stationen, Adressen und Zeiten können immer nur Nebenwohnsitze auf Zeit bleiben und lebt es sich darin noch so schön und intensiv. Die Jahreslosung lehrt mich darum einen Blick, bei dem ich dankbar jeden Augenblick leben darf aber nicht vergessen soll, wie kostbar er ist, gerade weil er nur vorläufig bleibt. Er ist wie ein vergänglicher Strauß aus Schnittblumen, an dem ich aber heute Freude haben darf, obwohl er morgen schon
welkt. In den nächsten Jahren werden wir in unserer Kirche wahrscheinlich immer häufiger auf unsere innere Bereitschaft zum Aufbrechen befragt. Aber nicht auf ein „immer weniger“ hin, sondern auf die zukünftige Stadt, zu der er aufbrach und in der Er längst auf uns wartet. Bis dahin gibt es keinen Ort, an dem er uns nicht schon begegnen will. Christus wird sich nicht verflüchtigen. Wir dürfen ihn neu und vielleicht ungewohnt erfahren in neuem Lebensabschnitt, in neuer Herausforderung, in neuen Zusammenhängen.
So wünsche ich Ihnen einen getrosten Blick auf das neue Jahr 2013 mit vielen überraschenden Gottesbegegnungen und grüße Sie sehr herzlich als Ihr

Peter-Thomas Stuberg, Superintendent

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Tageslosung

Tageslosung von Montag, 19. August 2019
Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel.
Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.

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Worte zur Jahreslosung 2013

Jahreslosung 2013:

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
Hebräer 13, 14

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